Geschichte Pillnitz

Die Anfänge des katholischen Lebens in Pillnitz nach der Reformation sind verbunden mit der Weihe des Schlosskapelle am 16. Juni 1830. Diese waren jedoch zunächst verbunden mit den Wettinern und den katholischen Angehörigen des sächsischen Hofes. Vor diesem Hintergrund erscheint es auch als eine Selbstverständlichkeit, dass dieses Territorium kirchenrechtlich zur Hofkirche gehörte.

Die Situation der Seelsorge änderte sich am 1. Juli 1939. Per Dekret wurde das Territorium Pillnitz konkret umschrieben und zur Lokalie Pillnitz erhoben. In diesem Zuge wurde Pater Paul-Franz Saft (SJ) mit der Seelsorge vor Ort als Lokalkaplan beauftragt. Am 1. April 1940 erfolgte der nächste Schritt, indem Pillnitz zur Pfarrvikarie erhoben wurde. Motiviert waren diese Veränderungen sicher auch dadurch, dass man in der Zeit nationalsozialistischer Herrschaft und der um sich greifenden Einschränkung und Verfolgung katholischer Seelsorge rechtlich abgesicherte Strukturen anstrebte. So war der Grundstein zu einem eigenen Gemeindeleben vor Ort gelegt. Einen schönen geistlichen Impuls erfuhr dieses, als am 21. Dezember, dem 350. Todestag des Petrus Canisius, dieser Heilige zum Patron der Pfarrvikarie ernannt wurde. Gleichzeitig dokumentiert dieses Patronat auch die Verbindung zum Jesuitenorden. Bis 1961 kamen aus diesem Orden in ununterbrochener Reihenfolge die Seelsorger der Pfarrvikarie, dann noch einmal von 1967 bis 1972.

Abschied von Pfr. Metzner 2010

Abschied von Pfr. Metzner 2010

Eine neue Epoche in der Seelsorge wurde 1972 eingeläutet, als Eberhard Prause Pfarrvikar von Pillnitz wurde. Kurz zuvor hatte das Dresdner Oratorium die Seelsorge auf dem Weißen Hirsch übernommen und war Am Hochwald in das Pfarrhaus eingezogen. Da Pfv. Prause ebenfalls dem Oratorium angehörte, erschien es nicht mehr sinnvoll, dass Pillnitz weiterhin als Pfarrvikarie bei der Hofkirche verbleibt. So wurde auf eine diesbezügliche Veränderung hingearbeitet. Am 20. November 1975 erfolgte schließlich die Umpfarrung der Pfarrvikarie Pillnitz zur Pfarrei St. Hubertus auf dem Weißen Hirsch. Die seelsorgliche Verbindung zum Oratorium endete schließlich 2001, als Pfv. Siegfried Foelz in den Ruhestand ging und nach Schmochtitz umzog. Er wurde abgelöst von Pfr. Kurt Metzner, der bis zum Sommer 2010 vor Ort segensreich als Seelsorger wirkte, bis auch er in den Ruhestand wechselte.

Zum 1. Januar 2011 erfolgte die Auflösung der Pfarrvikarie „St. Petrus Canisius“ in Pillnitz und die vollständige Incorporation in die Pfarrei „St. Hubertus“ auf dem Weißen Hirsch, nachdem schon wenige Wochen zuvor das erste Mal ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt worden war. Damit wurde ein Schritt vollzogen, der schon einmal Anfang 1998 erwogen worden war, als Prälat Weisbender von der Seelsorge entpflichtet wurde. Im Hinblick auf den bevorstehenden Wechsel in der Besetzung der Pfarrei auf dem Hirsch wollte Pfr. Ulrich als zuständiger Pfarrer diese Frage jedoch aufgeschoben wissen.