Chronik vom Weißen Hirsch

Die Anfänge des katholischen Lebens auf dem Weißen Hirsch

Der Weiße Hirsch um 1900

Um die Jahrhundertwende wuchsen die Orte Weißer Hirsch, Bühlau und Loschwitz zusammen. Sie liegen in einem ausgedehnten, etwa 5000 ha großen Waldgebiet nordöstlich der Stadt Dresden. Eine besondere Bedeutung erhielt das Gebiet als Ausflugsziel und Erholungsort der Städter.

 1888 eröffnete Dr. Heinrich Lahmann das nach ihm bekannte Sanatorium, das zahlreiche Kurgäste und Patienten auch aus dem Ausland anzog. Mit Wirkung vom 1. April 1921 wurde der Weiße Hirsch nach Dresden eingemeindet.

Der Weiße Adler um 1900

Die Zahl katholischer Einwohner war ziemlich gering, doch waren unter den Kurgästen zahlreiche Katholiken. So bestand die Absicht, einen regelmäßigen Gottesdienst einzurichten. Hofkaplan Prälat Franz Feßler erwirbt 1913 in Ullersdorf ein Landhaus (Hauptstr. 47) und lässt dort im 1. Stockwerk eine Hauskapelle mit 20 Sitzplätzen errichten. Am 15. August wird sie durch den damaligen Bischof benediziert.

Das Sächsische Kultusministerium verweigert jedoch bis 1918 die Genehmigung zum öffentlichen Gottesdienst. Gestattet wurde nur in der Zeit von April bis September eine monatliche Messe im Gasthof “Weißer Adler”. Durch die Initiative von Laien wurden später auch Sonntagsmessen im Rathaus Bühlau gehalten.

Die Seelsorge für dieses Gebiet rechts der Elbe lag bei der Pfarrei Dresden-Neustadt. Der Weiße Hirsch 1921 wird nach Dresden eingemeindet.

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